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Pressemitteilung der CDU Wetter (Ruhr) "Gemeinschaftsschule Sprockhövel gescheitert"

Die Fraktion der CDU Wetter hält an ihrer Forderung nach einer Elternbefragung vor Einstieg in ein förmliches Verfahren fest. In Sprockhövel wurden nur 45 statt der erforderlichen 69 Kinder zu einer Gemeinschaftsschule angemeldet. Offensichtlich überzeugten die Eltern die Argumente der Befürworter der Gemeinschaftsschule nicht.

Eltern wollen eine Perspektive am Ende der gewählten Schule sehen. Bei einer Real- oder Hauptschule ist die Akzeptanz auf dem Arbeitsmarkt bekannt – aber bei einer Gemeinschaftsschule?

Ob der Abschluss an einer Gemeinschaftsschule als gleichwertig zu dem Abschluss einer Haupt- oder Realschule angesehen wird, ist fraglich.

Apropos Akzeptanz: Wird denn in den jeweiligen Jahren an einer Gemeinschaftsschule der Leistungsstand einer „normalen“ Schule erreicht, so dass das Kind jederzeit - z.B. bei einem Umzug - problemlos eine andere Schule besuchen kann? Eltern wollen aber auch die bestmögliche Förderung Ihres Kindes. Wie dies bei weiterem gemeinsamen Lernen gerade auch für die besseren Schüler erfolgt, konnte nicht transportiert werden. Die lernschwächeren Schüler lernen von den Besseren und die Besseren werden gefördert, da diese durch das Lehren den Lernstoff wiederholen und damit verinnerlichen, erweckt eher die Überzeugung, dass hier Schüler zu Hilfslehrern gemacht werden. Eltern wollen aber auch mitentscheiden, welcher Schultyp besucht wird. Wir haben wenigstens ab der 7. Klasse eine Hauptschulklasse.

Jetzt melden sich nicht genügend Kinder an der Hauptschule an. Da diese Klasse aber auch zu füllen ist, erfolgt die Gruppierung durch die Lehrer - schon ist die Klasse voll! Dies erfolgt dann auch mit Beginn des 7. Schuljahres und bei vielen auch mit Beginn der Pubertät.

Aus Sicht der Eltern sicherlich ein schlechter Zeitpunkt. Der Schulversuch konnte in Sprockhövel die Eltern nicht überzeugen, warum denn dann in Wetter?

Die CDU Fraktion geht davon aus, dass auch hier nicht die notwendigen Anmeldezahlen erreicht werden. Dabei wird erwartet, dass in Wetter nicht nur 69, sondern 92 Anmeldungen erforderlich sein. Mit einer Haupt-, einer Realschule und einem Gymnasium am Ort wird die Bezirksregierung nicht davon zu überzeugen sein, dass Wetter ländlich geprägt ist.

Die von Herrn Dr. Thier für den ländlichen Charakter von Wetter vorgebrachten Argumente, „in Wetter spräche man vom Dorf Volmarstein und vom Dorf Wengern“, werden die Bezirksregierung nicht überzeugen. Eine Gemeinschaftsschule in Wetter müsste damit als Schule in einem städtisch geprägten Umfeld 4-zügig sein.

Die Fraktion der CDU-Wetter steht weiterhin auf dem Standpunkt, dass zunächst in einer Elternbefragung der Wunsch der Eltern, wie und in welcher Schulform die Kinder in der Sekundarstufe I beschult werden sollen abgefragt werden muss. Erst im Anschluss kann dann ggf. der Einstieg in ein kostenauslösendes förmliches Verfahren erfolgen. Wir haben weder das Geld noch die Zeit, hier Irrwege zu beschreiten.

© CDU Wetter (Ruhr) 2017