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Pressemitteilung der CDU Wetter (Ruhr) CDU: „Ein Gewerbegebiet, das sich nicht rechnet, macht keinen Sinn“

Die CDU in Wetter hat die aktuelle Debatte um das geplante Gewerbegebiet am Stork mit großem Interesse verfolgt.

Bei vielen Gelegenheiten hat die Union in der Vergangenheit das Gespräch mit den Bürgern gesucht, um die genauen Rahmenbedingungen in wirtschaftlicher, ökologischer und verkehrspolitischer Hinsicht für dieses Projekt zu prüfen.

Einmal abgesehen von der Umweltverträglichkeit des Projekts und einer zu erwartenden Zunahme des Straßenverkehrs in Volmarstein, hätten für die Union am Ende vor allem wirtschaftliche Gesichtspunkte eine entscheidende Rolle gegen eine Erschließung dieses Gewerbegebietes geführt.

Bereits der Wirtschaftsförderungsbericht der Stadt Wetter aus dem Jahren 2007/2008 sieht erhebliche Risiken bei der Erschließung:

Nach der jetzigen Planung würden allein mindestens 10 Millionen Euro Erschließungskosten entstehen, wobei der Anteil der Stadt bei 7 Millionen Euro läge, der des Stadtbetriebs bei 3 Millionen Euro.
Die Refinanzierung des Stadtbetriebsanteils würde alle Bürger in Wetter über die Abwassergebühr belasten. Dadurch würden zum Bespiel für jeden Wetteraner die Mietkosten und für Hausbesitzer die Nebenkosten über einen langen Zeitraum steigen.

Diesen so genannten "Stork-Cent" lehnt die Union ab, weil alleine durch dieses Finanzierung des Vorhabens deutlich würde, dass die Stadt vermutlich erst in ferner Zukunft mit Gewerbesteuereinnahmen für dieses Gebiet rechnen könne.

Bei einer derzeitigen Haushaltslücke von 9,5 Millionen Euro und einer Gesamtverschuldung des städtischen Haushalts von 39,5 Millionen Euro und diesjährigen Zinszahlungen von 2,5 Millionen Euro sei dieses Projekt für die Stadt Wetter und ihre Bürger nicht zu schultern.

Nach intensiver Prüfung der CDU, sei damit das in dieser Form geplante Gewerbegebiet am Stork eines der seltenen Fälle, in denen sich aufgrund der hohen Erschließungskosten ein Gewerbegebiet wirtschaftlich vernünftig nicht rechnen würde. Ähnlich wie bei der Rohstoffgewinnung würden in einigen Fällen die Erschließungskosten einen möglichen Gewinn komplett aufzehren. Dafür, so die CDU, sollte ihrer Ansicht nach keine Umwelt zerstört werden.

© CDU Wetter (Ruhr) 2017