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Pressemitteilung der CDU Wetter (Ruhr) zur Kooperation Schule und Wirtschaft

Wetter (Ruhr). Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Wetter 20. Februar 2009 Politik unterstützt Kooperationen zwischen Schule und Wirtschaft Wetter.

Der Schulausschuss der Stadt Wetter hat beschlossen, dass die Anträge der CDU zu Kooperationen zwischen Schule und Wirtschaft sowie zu Ausbildungsplatzgarantien für Hauptschüler und Realschüler umgesetzt werden sollen. Bürgermeister Hasenberg hat nach Auskunft der Verwaltung bereits erste Gespräche mit der Leitung der Hauptschule geführt und den Aufbau eines „Netzwerkes“ zur Vermittlung von Ausbildungsplätzen in Aussicht gestellt.

Die CDU hatte beantragt, dass die Stadtverwaltung die weiterführenden Schulen im Stadtgebiet über die so genannte „Hagener Erklärung“ (Gemeinsame Erklärung des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes NRW, des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes NRW und der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen) informiert, die Partnerschaften zwischen Schulen und Wirtschaft vorsieht, den Kontakt zwischen den Schulen und der SIHK vermittelt und den weiteren Prozess der Unternehmenspartnerschaften begleitet. „Wir müssen alle Anstrengungen unternehmen, um die Schülerinnen und Schüler auf den Übergang von der Schule in eine Ausbildung bzw. in das Berufsleben vorzubereiten. Durch die Partnerschaften zwischen Schulen und Wirtschaft können praxisnah die Fähigkeiten der Jugendlichen im fachlichen, persönlichen und sozialen Bereich trainiert werden“, so der Vorsitzende der CDU-Fraktion André Dobersch. Nach dem Vorbild des Projektes „Quantensprung“ der Stadt Iserlohn will nun auch die Stadt Wetter ein Netzwerk aufbauen, das allen ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Schülerinnen und Schülern der Hauptschule und der Realschule einen Ausbildungsplatz vermitteln helfen soll.

Die SIHK soll dabei verstärkt als Kooperationspartner eingebunden werden. „Die Vermittlung von Ausbildungsplätzen ist die konsequente Fortführung des Gedankens der geplanten Kooperationen zwischen Schule und Wirtschaft. Es ist für uns nicht hinnehmbar, dass Hauptschüler selbst mit guten Schulabschlüssen und zunehmend auch Realschüler nach der Schulzeit oft ohne Ausbildungsplatz dastehen. Dieser Trend dürfte sich durch die Auswirkungen der Wirtschaftskrise weiter verschärfen. Es ist ein gutes Zeichen, dass über alle Fraktionen hinweg einvernehmen über die Notwendigkeit des Handelns besteht. Auch die Mitteilung der Verwaltung, dass der Bürgermeister am Tag der Ausschusssitzung erste Gespräche mit der Leitung der Hauptschule geführt hat, stimmt mich sehr zuversichtlich, dass wir gemeinsam dieser Entwicklung entgegenwirken können“, so Dobersch weiter.

Die Anträge der CDU im Wortlaut:

"Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Wetter (Ruhr) beantragt:

1.Antrag:

`Die Verwaltung wird beauftragt, die weiterführenden Schulen über die so genannte Hagener Erklärung zu informieren und das Interesse an Unternehmenspartnerschaften zu ermitteln. Sie vermittelt den Kontakt zur Südwestfälischen Industrie- und Handels-kammer zu Hagen und begleitet den weiteren Prozess der Unternehmenspartnerschaf-ten.“ Begründung: Die „Hagener Erklärung“ (Gemeinsame Erklärung des Ministeriums für Schule und Wei-terbildung des Landes NRW, des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes NRW und der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen) sieht die Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen vor. Ziel ist es, die Anforderungen der Unternehmen an die Schulabgänger einerseits und die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler andererseits besser aufeinander abzu-stimmen. Als wichtiger Bestandteil des Schullebens sollen Partnerschaften mit Unter-nehmen im Schulprogramm verankert sein. Solche Partnerschaften fördern bei den Jugendlichen das Verständnis für Wirtschaft und Unternehmen und wirken auch dem steigenden Fachkräftemangel entgegen. Durch den ständigen Austausch zwischen beiden Seiten sowie in persönlichen Gesprächen mit Schülerinnen und Schülern ist ein frühzeitiger Kontakt der Unternehmen zu den Fachkräften der Zukunft möglich. Darüber hinaus können Jugendliche ihre Fähigkeiten im fachlichen, persönlichen und sozialen Bereich praxisnah trainieren und den Über-gang von der Schule in eine Ausbildung bzw. das Berufsleben gezielter vorbereiten. Ziel dieser Kooperation soll sein, möglichst vielen ausbildungswilligen Jugendlichen aus Wetter einen Ausbildungsplatz zu vermitteln.´


2.Antrag:

`Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Wetter (Ruhr) beantragt: „Die Verwaltung wird beauftragt, in Anlehnung an den Vorreiter dieser Idee - der Stadt Iserlohn - auch in Wetter das Projekt „Quantensprung“ ins Leben zu rufen. Mit diesem Projekt soll allen ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Schülerinnen und Schüler unserer Hauptschule sowie der Realschule ein Ausbildungsangebot unterbreitet und dies vertraglich abgesichert werden. Hierzu sind mit allen Kooperationspartnern - bei-spielhaft SIHK, Kreishandwerkerschaft EN, JobAgentur EN, Arbeitgeberverbände, Ar-beiterwohlfahrt, Caritas, Diakonie - unverzüglich Gespräche aufzunehmen.“ Begründung: Die Hauptschule und Realschule tun alles, um ihren Schülerinnen und Schülern gute Chancen auf dem Ausbildungsmarkt zu ermöglichen. Trotzdem beginnt insbesondere für Hauptschüler nach der Schulzeit oft eine „Odyssee“ von Nachqualifizierungs- und Überbrückungsmaßnahmen, ohne dass sie einen Ausbildungsplatz erhalten. Darunter befinden sich sogar Schülerinnen und Schüler, die gute Hauptschulabschlüsse haben und gerade in dem „kleinen System Hauptschule“ innerhalb des gegliederten Schulsys-tems besonders gefördert werden konnten. Eine ähnliche Entwicklung kann zunehmend auch bei den Schülerinnen und Schülern unserer Realschule beobachtet werden.

Die Schülerinnen und Schüler brauchen noch mehr Zuwendung und persönliche Betreuung. Sie brauchen „Türöffner“, die ihnen eine Chance geben, sie ermutigen und begleiten. Die Ausbildungsgarantie ist für Hauptschüler und Realschüler eine Chance, nicht mit der „Odyssee“ der Nachqualifizierungs- und Überbrückungsmaßnahmen ihren Start ins Berufsleben beginnen zu müssen. Neben der Stadt Iserlohn, mit dem Projekt „Quantensprung“, hat sich mittlerweile auch die Stadt Gevelsberg zu einer Ausbildungsplatzgarantie für Schülerinnen und Schüler der Hauptschule entschlossen.

Die genauen Inhalte eines solchen „Ausbildungsvertrages“ sind mit der Hauptschule und Realschule sowie den in Frage kommenden Kooperationspartnern abzustimmen. Wichtig ist, dass es sich um einen zweiseitigen Vertrag handelt und auch die Schüler Garantien, wie beispielsweise gemeinschaftskonformes Verhalten, abgeben müssen. Im Gegenzug erhalten die Jugendlichen alle erdenklichen Hilfen der schulischen Förderung, Hilfen zur Persönlichkeitsbildung und Hilfen bei der Berufsorientierung, sowie schon frühzeitig die Garantie für einen Ausbildungsplatz bei den beteiligten Kooperati-onspartnern. Im Rahmen einer Ausbildungsplatzgarantie erhalten die Hauptschüler und Realschüler eine zukunftsorientierte Perspektive.´

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