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Landesregierung ist vom Ziel „Kein Kind zurücklassen“ meilenweit entfernt

NRW

Es gibt bereits vielerorts erprobte Modelle, wo es gelingt, vorhandene Kräfte und Angebote für Kinder in den Städten und Gemeinden zu bündeln. Insgesamt muss es jedoch besser gelingen, diese guten Erfahrungen stärker in die gesamte Fläche des Landes zu übersetzen. Und hier scheitert die rot-grüne Landesregierung.

Die Dinge haben sich seit 2010 in vielen Teilen zum Schlechteren entwickelt: Im Zuge des U3-Ausbaus ist es versäumt worden, dafür Sorge zu tragen, dass in Zukunft auch ausreichend Ü3-Plätze zur Verfügung stehen. Die Kita-Qualität ist oft mangelhaft, weil Gruppen vergrößert worden sind. Zudem ist laut einer aktuellen Studie der Bertelsmann Stiftung zu wenig Personal vorhanden. Auch die Umstellung der Sprachförderung verschlechtert die Startchancen der Kinder. Statt guter Qualität in Kitas gibt es ein beitragsfreies Kitajahr. Diese falsche Prioritätensetzung wird sich rächen. Die Nubbek- Studie ("Nationale Untersuchung zur Bildung, Betreuung und Erziehung in der frühen Kindheit") aus dem Jahr 2013 zeigt sehr deutlich, dass es unter den derzeitigen Voraussetzungen kaum gelingt, benachteiligten Kindern zu helfen. Nur drei Prozent der Krippen werden für qualitativ gut befunden, 85 Prozent für mittelmäßig und zwölf Prozent für schlecht. Zudem nutzen sozial benachteiligte Familien beziehungsweise Familien mit geringen Bildungsressourcen die vorhandenen Angebote kaum. Die CDU-Fraktion fordert daher dringend eine Rückkehr zur individuellen Förderung von Kindern – insbesondere und auch im Kitabereich.

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