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Protokollnotiz zu TOP 4 "Orte des gemeinsamen Lernens" der Ratssitzung vom 6.3.2014

Die CDU Wetter (Ruhr) steht zu der Entscheidung, Wetter (Ruhr) zu einer menschengerechten Stadt zu machen und die UN-Behindertenkonvention umzusetzen. Die Fraktion der CDU-Wetter (Ruhr) sieht sich jedoch nicht in der Lage, den heutigen Beschlussvorschlag derzeitig mit zu tragen.

Die Inklusion in Wetter (Ruhr) wird nicht voran getragen, indem Beschlüsse gefällt werden, ohne die Voraussetzungen zu schaffen. Grundvoraussetzung ist, dass der Beschluss im Kopf und Herzen der Betroffenen ankommt. Hierzu muss den Betroffenen jedoch gezeigt werden, dass der Beschluss auch gelebt werden kann. Ihnen zu sagen, schauen wir erst einmal und machen dann, ist hierzu nicht geeignet. Inklusion soll bereits an der Sekundarschule gelebt werden. Auch hier wird eine „Operation am offenen Herzen“ vorgenommen - Umbau während der Schulzeit. Lärm, Staub und kein Schulhof sind keine Motivation, Kinder dort anzumelden.

Umfassende Inklusion kann dort auch bis heute nicht erfolgen. Kinder mit körperli-chen Behinderungen können bisher nicht aufgenommen werden, die Schule ist nicht barrierefrei.

Auch Eltern sprechen miteinander.

Die bereits an der Sekundarschule gemachten Erfahrungen mit „mäßiger“ Personal- und Sachausstattung sind nicht dazu geeignet, hier Vertrauen zu schaffen. Insofern ist das allstimmige Votum der zu gleichen Kopfzahlen mit Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern besetzten Schulkonferenz des Geschwister-Scholl-Gymnasiums nachvollziehbar, schlüssig und konsequent.

Dies gilt umso mehr, als dass durch die Verwaltungsvorlage, in der die durch den Beschluss entstehenden Kosten nicht ausgewiesen werden, kein weiteres Vertrauen geschafft wird, dass hier tatsächlich für die Schaffung der Voraussetzungen der Inklusion Geld in die Hand genommen wird.

Wir, die Mitglieder der CDU-Fraktion verstehen uns als Vertreter auch der an dem Inklusionsprozess beteiligten Personengruppen. Hierzu zählen alle Kinder, die Lehrerinnen und Lehrer und die Eltern. Wir teilen deren Sorgen und sehen uns deshalb derzeitig nicht in der Lage, dem Beschlussvorschlag der Verwaltung zu folgen.

Wir regen deshalb zur Förderung der Inklusion auch am GSG an, die zur Verbesse-rung der baulichen, personellen und inhaltlichen Ausstattung des GSG notwendigen Mittel in den oder die kommenden Haushalte aufzunehmen. Die Verwaltung sollte zunächst veranlasst werden, ein von allen Seiten getragenes Konzept hierzu zu ent-wickeln und die zur Verwirklichung anfallenden Kosten zu verifizieren.

© CDU Wetter (Ruhr) 2017