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Andrea Milz zur U3/Ü3-Betreuung: Engpässe in der Ü3-Betreuung sorgen für verdeckte Krippenpflicht

NRW

Die rot-grüne Landesregierung muss deutlich mehr tun, um die Versorgungsengpässe in der Ü3-Betreuung zu beseitigen. Das ist das Ergebnis der heutigen Anhörung im Familienausschuss zu einem entsprechenden Antrag der CDU-Landtagsfraktion (Drucksache 16/4431). „Die Experten haben mehrheitlich die Herausforderungen bestätigt. Rot-Grün verkennt die Probleme, die der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz mit sich bringt. Die Gruppen werden nicht nur vollgestopft und vergrößert. Oftmals gibt es für Überdreijährige überhaupt keinen Platz mehr. Hier muss dringend etwas passieren. Starre Belegungszwänge müssen gelockert und praktikable wie flexible Lösungen für dieses Problem gefunden werden. Doch SPD und Grüne ergreifen bislang überhaupt keine Initiative. Offenbar ist der Kindergarteneintritt mit drei Jahren von dieser Landesregierung politisch nicht mehr gewollt, weil er nicht dem rot-grünen Bild von Kindererziehung entspricht“, erklärt die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Andrea Milz.


Sie weist insbesondere darauf hin, dass die Versorgungsengpässe zu einer verdeckten Krippenpflicht führen würden. „Viele Eltern bekommen inzwischen den Rat, ihr Kind bereits so früh wie möglich in den Kitas anzumelden, anstatt sie zu Hause zu erziehen oder sie in die Tagespflege zu geben. Ansonsten – so wird ihnen mitgeteilt – hätte man später keinen Platz für ihr Kind, sobald es drei Jahre ist. Das kann es nicht sein. Das ist eine unzulässige Einschränkung der Elternwahlfreiheit“, sagt Milz. Ein weiteres Problem sei zudem, dass schon jetzt Zweijährige nicht selten einen befristeten Betreuungsvertrag erhalten würden und sich nach einem Jahr wieder eine neue Einrichtung suchen müssten.

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